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Löschzug Appelhülsen sorgt für strahlende Kinderaugen zu Weihnachten

Jahr für Jahr machen sich Mitglieder des Löschzugs Appelhülsen der Freiwilligen Feuerwehr Nottuln rund um den 6. Dezember auf den Weg. Als Nikoläuse besuchen sie beispielsweise Altenheime, Vereinsfeiern, Nachbarschaften, Weihnachtsmärkte oder Familien mit Kindern. Sie kommen dorthin, wo sie gebucht werden.

Sie engagieren sich für die gute Sache (von links): Martin Ahlers, Gino Röcker, Tobias Heimann, Guido Brinkmann Karsten Hollenhorst, Thomas Flammer und Steffi Bertling vom Löschzug Appelhülsen.

Eine große Geste, die im Kleinen passiert
Löschzug Appelhülsen sorgt für strahlende Kinderaugen zu Weihnachten

Nottuln-Appelhülsen (pbm/mek). Jahr für Jahr machen sich Mitglieder des Löschzugs Appelhülsen der Freiwilligen Feuerwehr Nottuln rund um den 6. Dezember auf den Weg. Als Nikoläuse besuchen sie beispielsweise Altenheime, Vereinsfeiern, Nachbarschaften, Weihnachtsmärkte oder Familien mit Kindern. Sie kommen dorthin, wo sie gebucht werden. Die Nachfrage ist groß, das Angebot kommt an. Auch Dank Stefan Schulze-Frenking, der im Hintergrund alle Nikolausanfragen koordiniert, so dass bis zu drei Nikoläuse gleichzeitig unterwegs sind.

„Es ist viel Arbeit, aber uns macht es richtig Spaß. Es ist toll, in die Augen der Kinder zu schauen, die anfangs noch etwas schüchtern sind. Aber das ändert sich schnell“, berichtet Martin Ahlers. Er verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung als Nikolaus und hat auch in diesem Jahr zahlreiche der insgesamt 34 Einsätze übernommen. „Beim Reitverein bin ich sogar in einer Kutsche in die Halle gefahren worden“, erzählt er von einem Highlight.

Doch es sind nicht nur die strahlenden Augen der Menschen, die die Kameradinnen und Kameraden anspornen, sondern es gibt einen weiteren Grund. „Für unseren Einsatz erhalten wir vor Ort Spenden. Jeder gibt, was er für richtig hält“, führt Ahlers weiter aus. Dabei landet dann auch schon mal ein 100-Euro-Schein in seiner Tasche. Sehr zur Freude aller. Denn mit den Spenden sorgen die Feuerwehrfrauen und -männer ein weiteres Mal für Freude.

Im sechsten Jahr unterstützen sie mit dem gesammelten Geld Kinder aus Appelhülsen, die ansonsten wahrscheinlich kein Geschenk zu Weihnachten erhalten würden. „Als Nikoläuse sind wir schon lange unterwegs. Früher haben wir auswärtige Organisationen unterstützt. Aber wir haben gesehen, dass es vor Ort ebenso Bedarf gibt. Also unterstützen wir als Appelhülsener mit dem Geld Menschen in Appelhülsen“, erklärt Ahlers.

Dabei arbeiten sie mit drei Kindergärten und einer Schule zusammen. Die Verantwortlichen schicken den Feuerwehrleuten eine Liste mit anonymisierten Wünschen. 46 können sie in diesem Jahr erfüllen. „Jedes Geschenk hat einen Wert von zirka 25 Euro. Es soll den Kindern ja auch Spaß machen“, betont Thomas Flammer, der sich um die Organisation der Geschenkaktion kümmert.

So stehen auf dem großen Küchentisch mehrere Kartons, die mit Spielzeug und Geschenkpapier gefüllt sind. „Wir haben in diesem Jahr ein paar Legokinder und viele, die sich Bastelsets gewünscht haben“, informiert Flammer die anderen. Jetzt geht es daran, die Geschenke ordentlich zu verpacken und zu kennzeichnen, damit sich am Heiligabend jedes Kind über seinen erfüllten Wunsch freuen kann. Die Frauen und Männer gehen mit Elan ans Werk. „Das macht Spaß, weil es eine sinnvolle Aktion ist und wir helfen können“, erklärt Steffi Bertling während sie das Papier zurechtschneidet. Neben ihr faltet Karsten Hollenhorst den weihnachtlichen Gruß des Löschzuges, der jedem Geschenk beigelegt wird. Auch wenn nicht alle die hohe Kunst des Verpackens beherrschen, macht sich doch jeder nützlich.
„Es ist eine logistische Herausforderung, damit später wirklich die Geschenke dort landen, wo sie gewünscht wurden“, sagt Flammer, der beim Verpacken auf einer Liste die Nummern mit den Produkten abgleicht.

Als eine große Geste, die im Kleinen passiert, bewertet Petra Breuckmann die Aktion des Löschzuges. Die Leiterin des Familienzentrums St. Josef freut sich jedes Jahr über das nachbarschaftliche Engagement. „Es gibt viele Familien, denen es im Dorf gut geht, aber eben auch Familien, die den Gürtel enger schnallen müssen. Der Geist der Weihnacht verbindet diejenigen, die sich engagieren, mit denen, die sich am Weihnachtsfest über ihr Geschenk freuen – auch wenn sie nicht voneinander wissen“, sagt Breuckmann.

 

Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe
19.12.2023