•  Blick_auf_Coesfelder_Kirchtuerme-neu2_1200x300px.jpg
  •  Dom_Billerbeck_Regenbogen.jpg
  •  Fusswallfahrt-Billerbeck_Dom.jpg
  •  Hochseilgarten-Schritt1.jpg

Drei Pfadfinderinnen aus Senden haben das Friedenslicht in Linz abgeholt

Ein bisschen stolz waren Johanna Bentler, Lilli Wittkötter und Denise Herweg aus Senden schon, als sie am Sonntag, 17. Dezember, in den vollbesetzten St.-Paulus-Dom in Münster eingezogen sind.

Im St.-Paulus-Dom in Münster haben die Sendener DPSG-Pfadfinderinnen Lilli Wittkötter, Denise Herweg und Johanna Bentler (von links) das Friedenslicht verteilt, das sie als Teil der Bistumsdelegation aus dem österreichischen Linz geholt haben.

Eine besondere und schöne Verantwortung getragen

Drei Pfadfinderinnen aus Senden haben das Friedenslicht in Linz abgeholt

Senden (pbm/mek). Ein bisschen stolz waren Johanna Bentler, Lilli Wittkötter und Denise Herweg aus Senden schon, als sie am Sonntag, 17. Dezember, in den vollbesetzten St.-Paulus-Dom in Münster eingezogen sind. Sie hatten die Ehre, gemeinsam mit einigen Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus dem Bistum Münster das Friedenslicht an die rund 2200 Kinder und Jugendlichen der drei unterschiedlichen Pfadfinderverbände weiterzugeben. Das hatte seinen Grund. Denn die drei Sendenerinnen hatten sich eine Woche zuvor auf den Weg ins österreichische Linz gemacht, um an der Aussendungsfeier mit 20 weiteren Nationen teilzunehmen.

Für die beiden zwölfjährigen Jungpfadfinderinnen war die Fahrt ebenso eine Premiere wie für Denise Herweg. Die 36-Jährige leitet im Sendener Stamm eine Rovergruppe der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). „Es war aufregend und schön, so viele neue Leute kennenzulernen“, blickt Lilli Wittkötter auf drei besondere Tage in Österreich zurück. Und Johanna Bentler ergänzt: „Wir haben uns direkt verstanden, sowohl mit den anderen deutschen Pfadfinderinnen und Pfadfindern als auch mit den Gruppen aus unterschiedlichen Ländern.“ Aber sie hätten auf der Fahrt auch eine besondere und schöne Verantwortung getragen. Denn das Friedenslicht, das von einem österreichischen Kind in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem entzündet und nach Linz gebracht wurde, durfte auf dem Rückweg nach Münster nicht ausgehen. „Der Zug hat an vielen Bahnhöfen gehalten, und wir haben das Licht an andere Menschen, die dort gewartet haben, weitergegeben“, berichtet Johanna Bentler weiter.

In diesen unruhigen Zeiten rücke das Friedenslicht von Betlehem noch einmal besonders in den Fokus. „Das ist uns klar geworden, als eine ukrainische Pfadfinderin in Linz eine Fürbitte um Frieden vorgetragen hat. Da haben alle applaudiert“, erinnert sich Denise Herweg an einen Gänsehautmoment.

Gemeinsam mit weiteren Pfadfinderinnen und Pfadfindern der Bistums-Delegation haben sie das Friedenslicht nach Münster gebracht. „Ich durfte bei der Aussendungsfeier im Dom die Kerze halten“, sagt Lilli Wittkötter. „Und ich habe eine Fürbitte vorgetragen“, erzählt Johanna Bentler. Es sei ein besonderes Erlebnis gewesen, das Licht weiterzugeben. „Wir sind jedes Jahr mit rund 40 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus Senden bei der stimmungsvollen Aussendung dabei. Aber in diesem Jahr war es für uns drei schon sehr besonders“, berichtet Denise Herweg.

Von Münster aus ging es für sie direkt in den Pfarrgarten in Senden zu einer weiteren Aussendungsfeier. Dort haben die Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht in einer kleinen Andacht an rund 50 Gemeindemitglieder weitergegeben.

Die Fahrt nach Linz war für die drei Pfadfinderinnen ein Highlight. „Da lassen sich einzelne Erlebnisse nicht herauspicken“, sagt Denise Herweg. „Es war ein unfassbar tolles Erlebnis, dass wir diejenigen sein durften, die das Friedenslicht hierher gebracht und auch in Münster verteilt haben“, fasst Johanna Bentler die vergangene Zeit zusammen.

Pressedienst Bistum Münster
Foto: privat
21.12.2023