Zwei Gremien der Mitbestimmung im Kreisdekanat schließen sich zusammen

Kreisdechant Johannes Arntz, Referent Dr. Marius Stelzer, Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, Kreisdekanatsgeschäftsführer Benedikt Helmich sowie Martin Schroer (von links) gestalteten die gemeinsame Konferenz des Kreiskomitees der Katholiken sowie der Kreisdekanatsversammlung.

Corona als Teilchenbeschleuniger für die Pastoral

Zwei Gremien der Mitbestimmung im Kreisdekanat schließen sich zusammen

Kreis Coesfeld (pbm/mek). Ein ebenso interessantes wie auch umfangreiches Programm stand auf der Tagesordnung des gemeinsamen Treffens der Mitglieder der Kreisdekanatsversammlung und der Delegierten des Kreiskomitees der Katholiken in der Familienbildungsstätte in Coesfeld. Dabei ging es um die Auswirkungen von Corona auf die Pastoral, ein neues Statut sowie den Prozess zur Entwicklung pastoraler Strukturen.

Zum Auftakt des Abends ließ Pastoraltheologe Dr. Marius Stelzer vom Bischöflichen Generalvikariat die rund 20 Teilnehmenden in seinem Vortrag „Corona – Teilchenbeschleuniger für die Pastoral" an seinen Gedanken teilhaben. Gemeinsam mit Eva Olejok, Pastoralreferentin in Bocholt, hatte er im September 2020 die Online-Fortbildungsreihe „Das gemeinsame Coronavirus-Update" für Seelsorgerinnen und Seelsorger ins Leben gerufen. Im vierwöchigen Turnus gab es zunächst Impulsreferate beispielsweise von Wissenschaftlern oder Theologen und anschließend einen Austausch. „Es ging darum, die Pandemie zu verstehen und Ideen zu entwickeln, wie wir reagieren können", erläuterte der Referent für Personalentwicklung beim Bistum Münster. In den Gesprächen habe sich herauskristallisiert, wie wichtig eine Sozialpastoral und Individualseelsorge für Menschen in Not sei. „Psychische Langzeitfolgen wie Depressionen und Angststörungen haben weltweit zugenommen. Da sind die Seelsorgenden für die Menschen in der Krise gefragt", erläuterte er. Durch das Corona-Virus, das an das kirchliche Leben angedockt sei, sei vieles in Bewegung geraten. „Wir müssen uns die Frage stellen, was diese Veränderungen für die pastoralen Felder bedeutet, damit das Evangelium seinen Weg findet", schloss er seine Ausführungen.

Anschließend stimmten die Delegierten der katholischen Pfarreien sowie der Institutionen und Verbände im Kreisdekanat Coesfeld einstimmig einer Änderung ihrer Geschäftsordnung zu. Damit ist der Weg frei für die beiden Gremien, die Kreisdekanatsversammlung sowie das Kreiskomitee der Katholiken, zusammenzugehen und künftig als gemeinsame Kreisdekanatskonferenz zu arbeiten. „Mit der Veränderung der Statuten, der ein langer und vieldiskutierter Prozess vorausging, bilden wir die in einigen Regionen bereits gelebte Wirklichkeit ab", erläuterte Martin Schroer, Referent für Pastoralentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat. Im kommenden Frühjahr wird sich die neue Kreisdekanatsversammlung konstituieren.

Zum Abschluss erläuterte Weihbischof Dr. Stefan Zekorn den „Prozess zur Entwicklung pastoraler Strukturen im Kreisdekanat Coesfeld". Vor dem Hintergrund deutlich zurückgehender Zahlen bei Katholiken, beim Gottesdienstbesuch, beim Seelsorge-Personal und bei den finanziellen Mitteln, wurden von der Bistumsleitung und der Bistumsverwaltung Vorschläge zur Einrichtung sogenannter pastoraler Räume entwickelt. „Wichtig war uns dabei, pastorale Räume zu schaffen, die beispielsweise aufgrund ihrer sozialen Strukturen zusammenpassen", erklärte der Weihbischof. Im Kreisdekanat Coesfeld könnten das fünf künftige pastorale Räume sein: Billerbeck-Havixbeck-Nottuln-Rosendahl; Coesfeld; Dülmen; Lüdinghausen-Nordkirchen-Olfen-Senden sowie Lünen-Selm-Werne. Ascheberg könnte zu einem pastoralen Raum im Kreisdekanat Warendorf gehören. „Sie sind nun eingeladen, sich zu beteiligen. Bei Fragen, Anregungen und Kritik können sie sich an das Regional-Team wenden, das für das Kreisdekanat Coesfeld zuständig ist", sagte Zekorn. Neben dem Weihbischof gehören dazu die Leiterin der Hauptabteilung Seelsorge in der Bistumsverwaltung, Maria Bubenitschek, und der Pastoralreferent Matthias Schlettert. Detaillierte Informationen zum Strukturprozess finden sich auf der Internetseite www.bistum-muenster.de/strukturprozess

Pressedienst Bistum Münster
Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe
28.10.2021 

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