Nachruf: Hans-Theo Hülper im Alter von 73 Jahren verstorben

Hans Theo Hülper verstarb am Montag in Coesfeld im Alter von 73 Jahren. Das Bild zeigt ihn bei seiner Verabschiedung nach 19jähriger Tätigkeit als Pfarrdechant von St. Lamberti und in den Ruhestand im Oktober 2011.

Hans-Theo Hülper, ehemaliger Pfarr- und Kreisdechant am Montag, 13. Januar 2020 verstorben: Totengebet am 19.01.2020 um 18.00 Uhr in St. Lamberti und Requiem am Mittwoch, 22.01.2020 um 14.00 Uhr in St. Lamberti.

Coesfeld. Viele Coesfelder trauern um Hans-Theo Hülper: Im Alter von 73 Jahren verstarb der Priester, der 19 Jahre lang Pfarrdechant von St. Lamberti war. Neben der zentralen Verehrung des Coesfelder Kreuzes, die ihm an St. Lamberti wichtig geworden ist, hat der Seelsorger viele Veränderungsprozesse begleitet, wie das Zusammenwachsen der drei ehemaligen Gemeinden Maria Frieden, St. Jakobi und St. Lamberti. Nach deren Fusion 2007 blieb er als Pfarrdechant der leitende Pfarrer bis zu seiner Verabschiedung im Oktober 2011. Nach eineinhalb Jahren als emeritierter Pfarrer in der Propstei St. Peter in Recklinghausen kehrte der Ruheständler nach Coesfeld zurück, wo er eine Wohnung im „Haus Jakobus“ des Katharinenstiftes bezog.

Dankbar und zufrieden blickte er vor seinem Tod auf sein Wirken insbesondere in Coesfeld zurück. Diese Haltung des „sich Verdankens“ fasste er auch bei seinem Antritt und zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand mit einem Zitat aus dem Hochgebet der Eucharistiefeier zusammen: „Mein Gott, wir danken Dir, dass Du uns berufen hast, vor Dir zu stehen und Dir zu dienen.“

Hans-Theo Hülper stammt aus einem katholischen Elternhaus in Bremen und wurde am 8. März 1946 als Sohn eines Hochseekapitäns dort geboren. Er wuchs mit zwei Brüdern auf. Sein Abitur machte er am Albertus-Magnus-Gymnasium Friesoythe. Theologie studierte Hans-Theo Hülper in Münster und Regensburg. Seine einjährige Diakonatszeit absolvierte der junge Theologe in einer Bergbaugemeinde und zwar in St. Marien Waltrop. Bischof Heinrich Tenhumberg weihte ihn am 20. Mai 1973 zum Priester. Danach war er für zwei Jahre Vikar in St. Viktor Dülmen, ehe er für sieben Jahre als Präfekt und Religionslehrer am Collegium Augustianum in Goch (Gaesdonck) tätig war. 1982 berief ihn der Bischof zum Kaplan in St. Nikomedes Steinfurt-Borghorst - gleichzeitig dort auch als Religionslehrer. Überall war Hülper in großen Seelsorgeteams tätig. 1986 erfolgte der Ruf zum Direktor der Clemensschwestern in Münster, diese Amtszeit dauerte fünf Jahre. Dann kehrte Hans-Theo Hülper kurzzeitig in die Pfarrseelsorge nach St. Elisabeth Duisburg-Walsum und St. Bartholomäus Warendorf–Einen zurück. „Überall bin ich gern gewesen“ resümierte Hülper 1992 bei der Pfarreinführung in Coesfeld als Nachfolger von Hans-Jürgen Vogelpohl. Zum 1. Oktober 2001 ernannte Bischof Reinhard Lettmann Hülper zudem zum Kreisdechanten des Kreisdekanates Coesfeld als Nachfolger des verstorbenen Kreisdechanten Alois Bagert.

Hans-Theo Hülper leitet mit großer Umsicht, mit seelsorglichem Eifer und mit kluger Führung nicht nur die über 6.300 Katholiken zählende Gemeinde in St. Lamberti, sondern einige Jahre auch als Pfarrverwalter zusätzlich die Pfarrgemeinde St. Jakobi (über 2000 Katholiken), dort zusammen mit Pfarrer Heinrich Plassmann und ab 2006 im Fusionsprozess auch Maria Frieden (über 4000) dort zusammen mit Pfarrer Alfons Plugge.

Wichtig war Hülper der unmittelbare Kontakt zu den Menschen. In vielfältiger Weise übte er das Amt sowohl des Pfarrers wie auch des Kreisdechanten aus und war in vielen Gremien und Arbeitsfeldern in diesen Funktionen tätig. Der Caritasverband im Kreis Coesfeld war ihm ein großes Anliegen, wie auch die Arbeit der Familienbildungsstätten. Hülper war Motor des Zusammenschlusses der Krankenhäuser in Coesfeld, Dülmen und Nottuln und hat entscheidend daran mitgewirkt die Christophorus Kliniken, die auch Träger von drei Altenpflegeeinrichtungen ist, für die Zukunft gesichert aufzustellen. Hans-Theo Hülper pflegte das „klare Wort“ und den direkten Draht zu den Menschen. Ihm war es wichtig, das Miteinander mit seinen Mitbrüdern und den Gläubigen zu stärken.

Am Sonntag, 19. Januar findet um 18.00 Uhr in der St. Lamberti Kirche das Totengebet statt. Die Beerdigung ist am Mittwoch, 22. Januar um 14.00 Uhr ebenfalls in der St. Lamberti Kirche, anschl. die Beisetzung auf dem Lamberti-Friedhof. Ein persönliches Abschiednehmen ist zuvor in dieser Woche von Dienstagnachmittag bis Donnerstagnachmittag im Trauerhaus Dönnewald möglich.

Text u. Bild:
Pfarrei St. Lamberti Coesfeld
14.01.2020

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