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Kirchliche Statistik für das Kreisdekanat Coesfeld

Weniger Kirchenaustritte, mehr Erstkommunionen und Firmungen weist die kirchliche Statistik für das Jahr 2024 im Kreisdekanat Coesfeld aus.

Kreisdechant Jörg Hagemann

Deutlich weniger Kirchenaustritte als in den Vorjahren 

Kirchliche Statistik für das Kreisdekanat Coesfeld 

Kreisdekanat Coesfeld (pbm/mek). Weniger Kirchenaustritte, mehr Erstkommunionen und Firmungen weist die kirchliche Statistik für das Jahr 2024 im Kreisdekanat Coesfeld aus. 

Wie die Bischöfliche Pressestelle am 27. März mitteilt, lebten im vergangenen Jahr 154.541 Katholikinnen und Katholiken im Kreisdekanat Coesfeld. Das sind knapp 3.400 (2,15 %) weniger als im Jahr 2023. Die Zahl von 2.100 Kirchenaustritten im Jahr 2024 lag deutlich unter der der Vorjahre. 2023 waren es gut 600 mehr, und 2022 hatte die Zahl der Austritte sogar noch bei 3.731 gelegen. 23 Personen, die die katholische Kirche früher einmal verlassen hatten, traten im vergangenen Jahr wieder ein, dazu kamen sieben Eintritte aus anderen christlichen Konfessionen. 

2024 wurden im Kreisdekanat 1.106 Menschen durch die Taufe in die Kirche aufgenommen, 142 weniger als 2023. Etwas niedriger ist ebenso im vergangenen Jahr mit 7.939 (-1,45 %) die Zahl der Menschen, die sonntags an der Messe teilnahmen. Dagegen sind die Zahlen der Erstkommunionen mit 1.418 (2023: 1385) und der Firmungen mit 823 (2023: 751) gestiegen. Das Ja-Wort gaben sich 199 Paare (2023: 248) bei ihrer kirchlichen Trauung. Gesunken ist ebenso die Zahl der Bestattungen (2024: 1.656; 2023: 1.925). 

Pfarrer Jörg Hagemann, Kreisdechant für das Kreisdekanat Coesfeld, sagt zu den Zahlen: „Auch wenn es erfreulich ist, dass die Zahlen der Austritte im Kreisdekanat gesunken sind, empfinde ich sie immer noch als sehr hoch. Jeder Mensch, der bei uns in der katholischen Kirche keine Heimat mehr findet oder keinen Ort hat, schmerzt mich. Bei den so hohen Austrittszahlen und den sinkenden Taufzahlen, sowie den weniger werdenden Beisetzungen wird etwas von dem deutlich, was der katholische Pastoraltheologe Jan Loffeld mit dem Titel seines letzten Buches: ‚Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt‘ deutlich macht. So schmerzhaft es ist: als Kirche müssen wir auch akzeptieren, dass Menschen gut und ethisch positiv außerhalb unserer Kirche leben. Mich macht das allerdings wirklich traurig, da ich nach wie vor von der genialen Botschaft unseres liebenden Gottes – auch innerhalb unserer Kirche – begeistert bin.“ 

Pressedienst Bistum Münster
Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann
27.03.2025