Ferienfreizeiten erarbeiten neue Gewaltschutzkonzepte
Das Landeskinderschutzgesetz NRW gibt den Ferienfreizeitteams im NRW-Teil des Bistums Anlass, sich weiterhin vertieft mit dem Thema Kinderschutz auseinanderzusetzen. Das im Mai 2022 in Kraft getretene Gesetz fordert alle Träger von Angeboten für Kinder und Jugendliche auf, ein Gewaltschutzkonzept zu erstellen. Darin müssen die Einrichtungen und Institutionen ihre Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche vor sämtlichen Formen von Gewalt schriftlich darlegen.
Die Lagerleitungen und Betreuenden von Freizeiten in kirchlicher Trägerschaft sind bereits durch die Institutionellen Schutzkonzepte ihrer Pfarreien und die Präventionsschulungen für den Schutz vor sexualisierter Gewalt sensibilisiert. Auch in den Gruppenleiterkursen, diversen Workshops und Vertiefungen bilden sich die jungen Engagierten fort. Daher sind ihnen viele Aspekte von Gewaltschutz bereits bekannt.
Vor den Osterferien haben Sylvia Rüschenschmidt, Sofie Telohe und Anna David vom Bischöflichen Generalvikariat, Jugendpastoral in zwei Workshops mit Leitenden und Betreuenden aus den verschiedenen Ferienfreizeiten im Kreisdekanat Coesfeld an der Erstellung der Gewaltschutzkonzepte gearbeitet. Dabei wurden die verschiedenen Gewaltformen besprochen, risikobehaftete Situationen in Ferienlagern ausgemacht und mögliche Schutzmaßnahmen erarbeitet. Auch ganz konkrete Situationen, die in allen Ferienlagern vorkommen und die Beteiligten vor Herausforderungen stellen können, wurden beraten.
Die Diskussionen zeigten den breiten Erfahrungsschatz der Engagierten, sowie die vielen Praktiken, die sich zum Schutz der Kinder bereits bewährt haben. Trotzdem waren der Austausch und das gemeinsame Arbeiten hilfreich, um individuell angepasste Schutzkonzepte für die verschiedenen Ferienlager mit ihren je eigenen Bedingungen zu verfassen. Praktische Hinweise und Erfahrungen wurden ausgetauscht, die bereits jetzt Kinder und Jugendliche schützen und bestärken. Außerdem konnten die Mitarbeiterinnen des Generalvikariats Hinweise geben, wie ein Gewaltschutzkonzept aufgebaut und wie es in den kommenden Jahren angewandt werden kann.
Vor Ort unterstützen die in der Jugendpastoral tätigen pastoralen Miterarbeitenden und die Präventionsfachkräfte die Lagerleitungen beim Verfassen der Schutzkonzepte. Auch die zuständigen Mitarbeiterinnen des Generalvikariats sind Ansprechpartner, sollte es an einigen Stellen Unklarheiten geben.
Am 5. Juni wird es ein digitales Nachtreffen zur Erarbeitung der Schutzkonzepte geben, um letzte Fragen zu klären. Danach sind dann alle Teams sicherlich gut ausgerüstet, um vielen Kindern wieder einmal ein tolles Ferienprogramm zu bieten!
07.04.2025
Bild: pixabay.de