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Veranstaltungen holen im Jubiläumsjahr Anna Katharina Emmerick ins Heute

Gleich drei besondere Anlässe gibt es, um sich in diesem Jahr der seligen Anna Katharina Emmerick zu nähern. Vor 250 Jahren wurde sie in Coesfeld geboren, vor 200 Jahren ist sie in Dülmen gestorben, und vor 20 Jahren wurde sie in Rom selig gesprochen.

Angela Pund und Pfarrer Peter Nienhaus freuen sich über das umfangreiche Programm zum diesjährigen Jubiläumsjahr Anna Katharina Emmerick.

Zerbrechlich und souverän
Veranstaltungen holen im Jubiläumsjahr Anna Katharina Emmerick ins Heute

Dülmen/Coesfeld (pbm/mek). Gleich drei besondere Anlässe gibt es, um sich in diesem Jahr der seligen Anna Katharina Emmerick zu nähern. Vor 250 Jahren wurde sie in Coesfeld geboren, vor 200 Jahren ist sie in Dülmen gestorben, und vor 20 Jahren wurde sie in Rom selig gesprochen. „Mit zahlreichen Veranstaltungen möchten wir sie ins Heute holen und den Menschen präsentieren“, berichtet Angela Pund. Die stellvertretende Vorsitzende des Emmerick-Bundes hat gemeinsam mit zahlreichen weiteren Beteiligten ein umfangreiches Programm unter dem Leitwort „zerbrechlich und souverän“ auf die Beine gestellt. Die Spanne reicht dabei von spirituellen bis zu kulturellen Angeboten, die historische als auch aktuelle Themen aufgreifen. „Es sind Anregungsformate. Anna Katharina ist keine einfache Selige. Aber sie ist eine aktuelle Frau, die gegen Widerstände selbstbewusst ihren Weg gegangen ist, Mut hatte und durch ihre Gottessuche ein neues Gottesbild, das des liebenden Gottes, etabliert hat. Es war sensationell, wie sie ihrer Zeit voraus war“, sagt Peter Nienhaus, Pfarrer in Heilig Kreuz Dülmen. In der Heilig-Kreuz-Kirche befindet sich neben dem Grab der Seligen auch eine Gedenkstätte mit einer umfangreichen Ausstellung.

Von der Liebe sei ihr Leben getragen worden, und sie habe es darauf ausgerichtet. Nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. „Sie ist eine souveräne Frau gewesen. Und das in einer Zeit, in der es allerhand war, als Frau zu widersprechen“, fügt er hinzu. Sie habe in einer Schwellenzeit gelebt. „In einer Zeit, in der die Kirche an Glaubwürdigkeit verloren hat. Aber Anna Katharina Emmerick setzt der Institution eine Inspiration entgegen. Und genau das ist auch das Gebot von heute“, betont Nienhaus. Die Kirche habe die Aufgabe, Menschen auf den Weg zu bringen. Ihr müsse es um das Leben der Menschen gehen und nicht um ihr institutionelles Überleben.

Emmerick habe in einer furchtbaren Zeit gelebt, in der die Menschen nicht nur gesundheitlich krank und zerbrechlich gewesen seien, sondern auch ihre Religiosität. „Aber Anna Katharina Emmerick hat über das Institutionelle auf eine göttliche Seite geschaut. In ihrem Leben ging es um Begegnung und Beziehung“, erläutert Pund und fügt hinzu: „Das braucht eine lebendige Übersetzung ins Leben hinein.“ Sie habe ihre Berufung gelebt und sei jedem Menschen auf Augenhöhe begegnet.

Das Jubiläumsjahr beginnt am Todestag der Seligen, 9. Februar, mit einem Gottesdienst mit Bischof Dr. Felix Genn in der Heilig-Kreuz-Kirche. Der Bischof feiert ebenso die heilige Messe zu ihrem Geburtstag, 8. September, beim Patronatsfest der Anna-Katharina-Gemeinde in Coesfeld auf der Freilichtbühne. Zudem widmet sich Schwester M. Ancilla Röttger, Äbtissin im Klarissenkloster in Münster, vom 22. bis 27. April in ihren Morgenandachten im WDR der Seligen. Weiterhin gibt es eine Kunstausstellung mit Werken des Bildhauer Walter Green, eine Tanzperformance mit Orgelmusik zu Texten von Anna Katharina Emmerick, einen literarisch-musikalischen Abend ebenso wie eine geführte Radtour auf den Spuren von Anna Katharina Emmerick, einen Vortrag über das Thema Heiligsprechung von Prof. Dr. Thomas Schüller sowie eine Veranstaltung mit Marie Kortenbusch von der Initiative #outInChurch.

Das komplette Programm gibt es auf der Homepage der Pfarrei Heilig Kreuz unter www.heilig-kreuz-duelmen.de .

 

Pressedienst Bistum Münster
Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe
03.02.2024

Matomo