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    Fußwallfahrt von Gerleve nach Billerbeck

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    In luftiger Höhe im Hochseilgarten Dülmen

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    Blick auf die Coesfelder Kirchtürme

    (v.l.: Anna Katharina, St. Jakobi, Evgl. Kirche, St. Lamberti)

Pfarrei St. Lambertus feierte Jubiläum und Patronatsfest mit Bischof Genn

Es war ein besonderer Tag für die Pfarrei St. Lambertus in Ascheberg, und nicht nur, weil es plötzlich Rosenblätter im Altarraum regnete. Mit ihrem Patronatsfest startete sie in eine Reihe besonderer Jubiläen.

Der Bischof durchschnitt das Band und segnete die neue Katharinen-Kapelle mit den Votivgaben.

Danksagung für Glaube, Liebe und Hoffnung

Pfarrei St.Lambertus feierte Jubiläum und Patronatsfest mit Bischof Genn Ascheberg

(pbm/mek). Es war ein besonderer Tag für die Pfarrei St. Lambertus in Ascheberg, und nicht nur, weil es plötzlich Rosenblätter im Altarraum regnete. Mit ihrem Patronatsfest startete sie in eine Reihe besonderer Jubiläen: 1000 Jahre Erwähnung des Kirchspiels, im nächsten Jahr feiert das frisch renovierte Pfarrheim sein 100-jähriges Bestehen und 2024 begeht das Kirchenschiff der St.-Lambertus-Kirche seinen 500. Geburtstag. Den Auftakt zu dieser Jubiläums-Trilogie bildete am Sonntag (18. September) das Pontifikalamt mit Bischof Dr. Felix Genn, die Segnung der neuen Katharinen-Kapelle im Kirchturm und das erste gemeinsame Pfarrfest der drei Ortsteile Ascheberg, Herbern und Davensberg.

Dankbar begrüßte Pfarrer Stefan Schürmeyer den Bischof, aber auch die vielen Menschen in der Pfarrei, die sich rund um das Jubiläum und die Katharinen-Kapelle engagiert haben. „Jetzt können wir echte Glaubensschätze dauerhaft präsentieren. Die wertvollen und restaurierten Votivgaben der heiligen Katharina zeigen in besonderer Weise, dass die Menschen Gott vertraut haben, und er sie erhört hat“, betonte Schürmeyer.

Der Bischof gratulierte zu dem vielfachen Jubiläum. Er freue sich darüber, dass er den gemeinsamen Gottesdienst mit den Gläubigen als Danksagung für Glaube, Hoffnung und Liebe feiern könne. Von Generation zu Generation sei der Glaube weitergetragen worden. Das sei in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich. „Wir sprechen von einer tiefen Erschütterung durch eine Vertrauenskrise, eine Krise der Glaubwürdigkeit, die es vielen Menschen schwer macht, dem zu folgen, was von diesem Ort aus verkündet wird“, sprach Genn in seiner Predigt an. Über dem Pastoralplan der Pfarrei stehe das Leitmotiv „Bleibt in meiner Liebe“ aus dem Johannesevangelium. Im Kern des christlichen Daseins gehe es um den Menschen Jesus Christus, der sich als Erlöser für alle hingegeben habe. „Er wird Mensch, um uns die unmittelbare Nähe Gottes zu zeigen. Wir glauben an einen Gott, der sich gezeigt hat, der ein menschliches Gesicht bekommen hat. Und der einlädt, sich zu ihm zu verhalten, wie wir uns zu jedem Menschen verhalten: ablehnend oder zustimmend. Das Risiko geht er ein“, erläuterte der Bischof. Der christliche Glaube wachse und entfalte sich und die Frage nach der persönlichen Freundschaft mit Jesus. „Daraus entwickelt sich eine Liebe, die keine Grenzen kennt, keine Fremdenfeindlichkeit, keinen Rassismus“, führte er fort. Wenn er Kirche als Gemeinschaft von Liebenden charakterisieren dürfe, dann zeige sich auch der Abgrund des Missbrauchs. „Die Liebe wurde verzweckt und genutzt von denen, die sie zu verkünden hatten. Da können wir nur entgegenwirken, indem wir mit unserem Gesicht unsere Freundschaft zu allen Menschen zeigen. Das zeigt sich vor allem auch im Gebet“, betonte Genn. Die Votivgaben in der Katharinen-Kapelle seien ein Ausdruck der Gebete unzähliger Menschen. Er würde es nicht aufgeben, in der ausweglosen Situation der Ukraine darum zu beten, dass es Frieden werde. Was dort passiere, widerspreche dem Christentum. Er bat die Anwesenden, nicht nur für die eigenen Sorgen und Nöte zu beten, sondern auch für die Welt, in dieser unglaublichschwierigen Situation. Die christliche Gemeinde sei eine Gemeinschaft der Liebenden, Betenden und Solidarischen.

Am Ende des Gottesdienstes durchschnitt der Bischof das Band zur neuen Kapelle im Kirchturm und segnete sie. Auf dem Rückweg zum Altar wurde die kleine Prozession von Rosenblättern begrüßt, die aus einer Deckenöffnung im Altarraum regneten.

Nach Grußworten der evangelischen Mirjamgemeinde, des Bürgermeisters Thomas Stohldreier und des Landrats des Kreises Coesfeld, Dr. Christian Schulze Pellengahr, lud die stellvertretende Pfarreiratsvorsitzende, Silke Trahe, die Menschen auf den Kirchplatz zum Pfarrfest ein, um Freude an der Gemeinschaft zu erleben. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch den Kirchenchor St. Lambertus unter der Leitung von Andrea Thül-Reddig gestaltet.

Pressedienst Bistum Münster
Fotos: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe
20.09.2022

Matomo